Sitzungen der Ranzengarde Grün-Gelb ein voller Erfolg

Schlussshow unter dem Thema Fluch der Karibik

Voll besetzte Tische in den großen Hallen, der KG Grau-Blau und der Narrhalla von Rot-Weiß machten die Sitzungen der Ranzengarde Grün-Gelb zu einem unvergesslichen Erlebnis. Gekonnte Bühnenvorträge, ein dynamisches Männerballett, herrliche Dialoge bei Zwiegesprächen und Sketchen und die erneut  fernsehreifen tänzerischen Auftritte der Zwischen- und Schlussshow machten den Besuch einer Grün-Gelben Sitzung zu einem närrischen Erlebnis der allerersten Klasse. Über 150 aktive Mitglieder, im Alter von 4-20 Jahre standen an den beiden Abendsitzungen auf der Bühne und beweisten ihr können. Der Sitzungspräsident Daniel Hoffmann leitete die Zuschauer an beiden Abenden durch das kunterbunte Programm. Mit mehr als 20 Punkten konnte die Ranzengarde Grün-Gelb ihr ganzen Können mit ihren verschiedenen Tanzgruppen, Reden und Sketchen unter beweis stellen. Auch der Besuch der Prinzenpaare durfte auf  beiden Sitzungen nicht fehlen und wurde von unserem Publikum gebührend gefeiert. Es war mal wieder eine sehr schöne Session und wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.                    

Auszug aus dem Kannenbäckerlandkurier Ausgabe 8/15 

40-jähriges Jubiläum der Ranzengarde Grün-Gelb e.V.



Gründung der Ranzengarde

Im Herbst des Jahres 1973 nahm eine Idee Gestalt an, nämlich, dass neben dem bereits bestehenden Kinderkarneval und den Sitzungen der etablierten Vereine der Erwachsenen, auch die Jugendlichen im Karneval aktiv mitmachen wollen und sollen. Erstmals in der Höhr-Grenzhäuser Karnevalsgeschichte sollte ein Jugend-Elferrat gegründet werden. Der Initiator und verantwortliche für diese fantastische Idee war der damals erst 14-jährige Thomas Gelfort. Zusammen mit dem seit vielen Jahren im Karnevalsgeschehen engagierten und langjährigen Komiteemitglied Edith Nettstraeter wurde diese Idee dann dem Komitee Fastnachtszug vorgetragen und fiel dort – zum Wohle des Höhr-Grenzhäuser Karnevals – auf fruchtbaren Boden. In den ersten elf Jahren war sie die Geschäftsführerin, Schriftführerin und Kassiererin, kurz mit einem Wort: der gute Geist der Ranzengarde.

Umgehend erfolgten dann im November 1973 mehrere Veröffentlichungen im Kannenbäckerland-Kurier, in der Rhein-Zeitung und ein Anschreiben von Thomas Gelfort an seine Mitschüler mit dem Aufruf an die Jugendlichen von Höhr-Grenzhausen, dass, wer sich zu karnevalistischen Aktivitäten berufen fühle, bei der Geschäftsführerin des Komitees melden möge. So kam dann am 22.11.1973 im Vereinshaus Eintracht, unter der Patenschaft des Komitees Fastnachtszug und der Anwesenheit der Mitglieder desselben: die Damen Roswita Kiefer, Edith Nettstraeter, Ellen Scheid, und die Herren Erich Breiden, Walter Knop und Werner Wirz, die damit auch die Vereinsgründer der Ranzengarde wurden, und der Teilnahme und Mitwirkung etlicher begeisterter Jugendlicher die Gründungsversammlung zustande.

Dabei wurde schon sogleich ein eigener Elferrat gewählt. Auch das Programm für die bevorstehende Kampagne wurde dort schon komplett aufgestellt. Die erste Jugendsitzung in der Karnevalsgeschichte der Stadt Höhr-Grenzhausen fand dann am Mittwoch, den 20.02.1974 im Vereinshaus Eintracht nachmittags statt und wurde auf Anhieb ein großartiger Erfolg. Rund 600 Kinder und Jugendliche besuchten die 1. Sitzung der Ranzengarde. Die Sitzung umfasste damals 25 Sitzungspunkte und dauert knapp 5 Stunden.

Auszug aus dem Narrenspiegel zum 11-jährigen bestehen des Vereins 1984

 

In den darauf folgenden Jahren wuchs die Ranzengarde rasant zu einer festen Größe in der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen.

1987 wurde dann erstmals ein Männerballett gegründet, damals mussten die Jungs von der B-Jugend Mannschaft der Eintracht ran. Schnell entwickelten Sie Begeisterung am Tanzen und so entstanden in den 90er die ersten gemischten Showtänze. 

Es folgte die Anschaffung von Uniformen, um einheitlich auftreten zu können. Dann wurde zum ersten Mal ein Vorstand gewählt. Es dauerte nicht lange, bis die Zuschauerzahlen anstiegen und man erstmals nummerierte Platzkarten verkaufen musste. Die Sitzungen stießen inzwischen nicht nur bei Kindern und Jugendlichen auf große Begeisterung, sondern auch viele Erwachsene besuchten die beiden Sitzungen der Ranzengarde.

Das stetige Wachstum der Ranzengarde führte aber auch zu der Frage: „Wie finanziert sich der Jugendkarneval?“ und so entwickelten die Jugendlichen viel Kreativität und Ideen um ihren Karneval aufrechtzuerhalten. Neben den Haupteinnahmen der Mitgliedsbeiträge und den Eintrittsgeldern der Sitzungen sowie zahlreichen Spenden der ortsansässigen Geschäfte etablierten sich viele Veranstaltungen. Von Einrichtung einer Dosenwurfbude auf der Höhrer Kirmes 1974 über Weihnachtsbäume einsammeln und entsorgen bis hin zum Kaffee und Kuchenverkauf auf dem Höhrer Weihnachtsmarkt oder Kinderschminken auf dem City- und Brunnenfest. Im Jahr 2005 entstand dann wohl die bekannteste Veranstaltung der Ranzengarde außerhalb der Karnevalstage: „Joy Spirit“. Diese Party fand bei den Jugendlichen in Höhr-Grenzhausen und Umgebung sehr großen Anklang und war so auch Hauptbestandteil um die Vereinskasse aufzubessern.

Und so wuchs und wuchs die Ranzengarde und konnte im Jahr 2006 ihr 33-jähriges Jubiläum feiern. 

 

7 Jahre später …

… die Ranzengarde heute

Mit 145 Bühnenaktiven zwischen 4- bis 20 Jahren und insgesamt 264 Mitgliedern feiern wir heute unser 40-jähriges Jubiläum. Die Ranzengarde hat sich entwickelt und ist zu einem festen Bestandteil in der Karnevalshochburg Höhr-Grenzhausen geworden. In 8 Tanzgruppen, eingeteilt in 5 Altersklassen, sowie zahlreichen Reden, Sketchen und anderen Shows, bietet die Ranzengarde ein breites Spektrum an Aktivitäten.

Jedes Jahr organisieren wir zwei, ausverkaufte Sitzungen, die von allen Altersklassen besucht werden sowie einen Kinderspielenachmittag für die kleineren Besucher. Aber auch an den restlichen Karnevalstagen dominieren die Grün-Gelben Farben neben den „großen Vereinen“.

Einmalig in der Region, macht die Ranzengarde das junge Alter der Verantwortlichen und Aktiven. Unser amtierender Präsident war gerade einmal 15 Jahre alt, als er durch seine erste Sitzung führte. Der jüngste Redner ist zurzeit 8 Jahre alt. Doch das Niveau der Ranzengarde ist hoch, ob bei den Tänzen, Sketchen oder Reden, aus dem Höhr-Grenzhäuser Karneval sind die Grün-Gelben Farben nicht mehr wegzudenken. Außerhalb der Session sind wir bis heute sehr aktiv. Ob Kinderschminken, Bewirtungen auf den verschiedensten Veranstaltungen oder mit der Straßensammlung. Die Jugendlichen haben immer noch genug Kreativität und Motivation in ihrer Freizeit etwas für die Gesellschaft zu tun.

Die Finanzierung klappt, nicht zu Letzt wegen den gut besuchten Sitzungen und der Spendenbereitschaft der Bürger und der ortsansässigen Unternehmen. Wofür wir uns an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bei allen Unterstützern der Ranzengarde Grün-Gelb e.V. und somit auch dem Kinder- und Jugendkarneval in Höhr-Grenzhausen bedanken möchten. Ein großer Dank gilt auch denjenigen, die die Ranzengarde schon seit vielen, vielen Jahren begleiten und den Jugendlichen, die frisch in die Rolle eines Präsidenten, Vorsitzenden, Kassenwartes … reinwachsen, immer mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Nach 40 Jahren können wir wirklich auf eine sehr erfreuliche Zeit mit vielen Höhen und Tiefen zurückblicken. Aber eins kann man mit Sicherheit sagen: Der Kinder- und Jugendkarneval der Ranzengarde ist ein erfolgreiches und bewährtes Konzept.

 

 


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